Wer erinnert sich noch an den 29.07.2021? Es war ein Donnerstag. Und es war der 31. Geburtstag von Miroslav Stevanovic. Ein Geburtstag, an den er sich wahrscheinlich in diesen Tagen wieder zurückerinnert.
Denn an diesem Donnerstagabend bestritt der Servette FC das Rückspiel in der Qualifikation zur UEFA Europa Conference League. Gegen den Molde FK tauchte man eine Woche zuvor mit 3:0. Entsprechend wurde eine Leistungssteigerung beim zweiten Aufeinandertreffen im Stade de Genève erwartet. Der SFC startete gut. Moussa Diallo schoss die entfesselten Grenats schon früh in Front. Die Aufholjagd schien so richtig lanciert, als die 44. Minute kam. Beim Kampf um einen Ball spitzelte Stevanovic die Kugel, aus der Drehung, vom Fuss von Fredrik Aursnes. Bei diesem Tackling touchiert Stevanovic auch den Gegenspieler. Schiedsrichter Jochem Kamphuis entschied sofort auf Foulspiel. Während man sich schon auf einen Freistoss einstellte, zitierte der Niederländer Stevanovic zu sich. Aus der Gesässtasche kramte Kamphuis die Ampelkarte hervor und stellte unseren Flügelläufer vom Platz. Ein sehr, sehr, sehr harter Entscheid. Ohne ihre Nummer 9 hatten die Servettiens zu wenig Durchschlagskraft. Zwar markierte Grejohn Kyei noch das 2:0. Dabei sollte es aber bleiben. Der 17-fache Schweizermeister musst seine Träume von Europa zu Grabe tragen.
Bei den meisten schien die Geschichte bis vor einigen Tagen vergessen. Beim SFC hatte man das Spiel schon längst abgehakt. Nun ist der laue Sommerabend im Juli 2021 wieder Gesprächsthema. Denn im Gegensatz zu den gelben Karten behalten Platzverweise ihre Gültigkeit über die Saison hinaus. Sprich, wenn die Grenats nächste Woche den KRC Genk empfangen, wird Stevanovic nur auf der Tribüne anzutreffen sein. Da es sich um eine direkte rote Karte handelte, befürchtete man sogar eine noch längere Sperre. Wie uns vereinsinterne Quellen mitgeteilt haben, soll "Mica" aber nur für das Hinspiel gesperrt sein. In der Folgewoche wird er im Aufgebot stehen.
Vielleicht war die Sperre ein weiterer Grund, weshalb René Weiler in den Testspielen nicht auf Stevanovic setzte. Vielmehr probierte er alternative Personalkonstellationen aus, welche er gegen Genk auf den Platz schicken könnte. Wir hoffen, dass die uns mitgeteilten Informationen korrekt sind und wir spätestens im Rückspiel auf den "König von Genf" zählen dürfen.
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