Es geht munter weiter mit den englischen, bzw. schottischen Wochen. Nach einem kräftezehrenden Hinspiel bei den Glasgow Rangers empfing der SFC letzten Samstag den FC St. Gallen 1879. Am Dienstag kommt es dann zum erneuten Schaulaufen gegen die Rangers. Für die Partie gegen die Ostschweizer rotierte René Weiler so gut es ging. Baron, Crivelli und Ondoua standen neu in der Startformation.
Um Kräfte zu sparen waren die Grenats angehalten, früh in Führung zu gehen. Denn einen Vorsprung zu verwalten gestaltet sich angenehmer, als einem Rückstand nachzurennen. Die Hausherren drückten vom Anspiel an direkt aufs Tor. Nach nur 46 Sekunden bedient Kutesa Guillemenot. Das Zusammenspiel der beiden Ex-St. Galler war nicht von Erfolg gekrönt. Guillemenots Abschluss ging übers Tor.
Nicht nur die Calvin-Städter wollten früh in Führung gehen. Auch die Zeidler-Truppe suchte den frühen Torerfolg. Fazliji dribbelte sich durch den genfer Strafraum und scheiterte quasi nur an sich selbst. Es war etwas los im Stade de Genève. So auch in der 6. Minute. Kutesa nimmt den mitgeeilten Baron mit. Der Nationalspieler Guadeloupes bringt den hohen Ball zur Mitte. Dort kommt Bedia unbedrängt zum Kopfball und nickt eiskalt zum 1:0 ein.
Vom Führungstor beflügelt griffen die Genfer erneut an. Vouilloz schlägt einen hohen Ball in den Sechzehner. Dort wird Crivelli von Zanotti am Trikot gezogen. Der Angreifer geht zu Boden, hört allerdings keinen Penaltypfiff von Schiedsrichter Tschudi. Der Ärger bei Crivelli war verständlich. Denn da wurden auch schon für kleinere Vergehen Elfmeter zugesprochen.
Der FCSG war nun wieder auf Augenhöhe. Über Zanotti machten sich die Espen auf in die gegnerische Platzhälfte. Zanotti passte zu Görtler, der leitet elegant mit dem Absatz zu Quintillà weiter. Der Spanier scheitert am hervorragend reagierenden Mall.
Nach einer guten halben Stunde trat Cognat für Servette einen Eckball zur Mitte. Dort sieg Vouilloz am höchsten und lenkte, mit der Stirn, in Richtung Tor ab. Torhüter Ati Zigi machte sich ganz lang und liess den Kopfball mit den Fingerspitzen an den Pfosten klatschen. Die Situation war kaum geklärt, da wurde es auf der anderen Platzseite brenzlig. Quintillà versuchte es mit einem Weitschuss. Die fies eingestreuten Aufsetzer brachten Mall in Verlegenheit. Der Schlussmann liess abprallen und musst sich dann bei seinen Vorderleuten bedanken, dass diese die Räume gut abdecken konnten.
Servette rettete die Führung in die Pause.
Im zweiten Durchgang übernahmen die Gäste das Spieldiktat. Mit Schmidt kamen sie auch gleich zu einer ersten guten Möglichkeit. Mall und Baron retteten gemeinsam.
Die Servettiens zeigten nun erste Erschöpfungsanzeichen. Trotzdem tauchte Bedia nochmals gefährlich vor Ati Zigi auf. Der Abschluss des Servette-Stürmers war aber zu ungenau.
Sofort ging es wieder in die andere Richtung. Diesmal enervierten sich die St. Galler über einen Entscheid des Referees. Severin traf Diaby bei einem Klärungsversuch mit dem Fuss am Kopf. Wieder blieb der Penaltypfiff aus – ausgleichende Gerechtigkeit.
Die Espen rannten nun an. Es roch nach dem 1:1. Und dieses sollte tatsächlich fallen. Möller führte in der 81. Minute einen Eckball hoch aus. Schuberts Volleyversuch entpuppte sich als ideale Vorlage für Vallci. Der Verteidiger wurde von Vouilloz sträflich allein gelassen. Vallci hielt drauf und zimmerte die Kugel unter die Latte. Der Ausgleich war mittlerweile mehr als verdient. Danach schien jedoch die Luft draussen zu sein. Es passierte nichts mehr, das man zwingend erwähnen müsste.
Der SFC bleibt in der Super League ungeschlagen und fährt den nächsten Punktgewinn ein. Ganz zufrieden darf man mit dem Resultat dennoch nicht sein. Am Dienstag muss gegen die Rangers eine andere Leistung her, wenn man weiter von der UEFA Champions League träumen möchte. National absolviert man am Samstag die 1. Cup-Runde gegen den Meyrin FC. In der Meisterschaft geht es erst in zwei Wochen weiter. Dann trifft man auswärts (in Neuchâtel) auf den Yverdon Sport FC.
Servette FC – FC St. Gallen 1879 1:1 (1:0)
Stade de Genève : 6'541 Zuschauer
Schiedsrichter : Lionel Tschudi ; Jan Köbeli, Benjamin Zürcher
Tore : 6' Bedia (1:0), 81' Vallci (1:1)
Servette FC : Mall ; Vouilloz, Rouiller (58' Onguéné), Severin, Baron ; Guillemenot (58' Touati (73' Diba)), Cognat, Ondoua, Kutesa (38' Douline) ; Crivelli, Bedia
FC St. Gallen 1879 : Ati Zigi ; Zanotti (77' Sutter), Vallci, Diaby, Schmidt ; Görtler, Quintillà (Mih. Stevanovic), Fazliji (77' Möller), Witzig ; Geubbels (64' Akolo), von Moos (77' Schubert)
Verwarnungen : 18' Kutesa, 36' Diaby, 40' Ondoua, 75' Mall, 90'+3 Witzig
Bemerkungen : Servette ohne Antunes, Frick, Lyng, Magnin, Mir. Stevanovic, Tsunemoto (Verletzt), Diallo, Dias, Henchoz, Kaloga, Ndema, Oberlin, Ouattara, Salihi, Sestito, Souaré (Nicht im Aufgebot), 32' Pfostenkopfball von Vouilloz, SFC-Pflichtspieldebüt von Jérôme Onguéné ; St. Gallen ohne Guidotti, Karlen, Lüchinger, Nuhu, Okoroji (Verletzt), Dumrath, Janitzek, Krasniqi (Nicht im Aufgebot)
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