Im Stade de Genève kam kein Cup-Charme auf, als letzten Samstag der Meyrin FC auf den Servette FC traf. Der Verein aus der 1. Liga Classic musste, aufgrund des „Geneva Cups“ im heimischen Stade des Arbères, ins grosse Stadion des Gegners ausweichen. 3'100 Zuschauer wollten sich das „Stadtderby“ ansehen.
Sie sahen einen Favoriten, der die Partie abgeklärt anging. Gegen einen defensiv ausgerichteten Gegner wollte man nichts überstürzen, aber auch keine falschen Hoffnungen aufkommen lassen. Fast zwanzig Minuten standen auf der Uhr, als sich Rechtsverteidiger Kaloga den Ball eroberte und sich nach vorne einschaltete. Der Youngster nahm Stevanovic mit, der auf dem rechten Flügel lauerte. Ein Pass des Bosniers genügte, um denn Abwehrriegel zu knacken. Crivelli kommt aus dem Rücken des Verteidigers und schiebt zum 0:1 ein.
Vor der Pause kommt es zu einem Schreckmoment. Nach einem Foul von Virchaux an Stevanovic, zeigt der Unparteiische auf den Penaltypunkt. Ganz besonders bitter für die Nummer 9 der Grenats – er muss sich verletzt auswechseln lassen. Guillemenot übernahm die Position auf dem rechten Flügel. Den fälligen Strafstoss hämmerte Fofana unhaltbar ins Netz. Wenig später ging es in die Pause.
Servette führte komfortabel und machte nicht den Eindruck, hier noch irgendetwas anbrennen lassen zu wollen.
Meyrin schien auch nicht mehr an das Wunder zu glauben. Man beschränkte sich auf Defensivarbeit und verzichtete auf Ausflüge in die Offensive.
Die logische Konsequenz war das 0:3. Dieses fiel in der 64. Minute. Mazikou wurde von Douline im Strafraum eingesetzt. Der Kongolese legt quer für Touati auf. Dieser sagt „merci“ und schiebt ins leere Tor ein.
In der Schlussphase entwickelte sich das Spiel zu einem Selbstläufer. Der Unterklassige brach komplett auseinander und kassierte Gegentreffer um Gegentreffer. Nach einem Cognat-Pfostenschuss reagierte Touati am schnellsten. Der Flügelläufer drischt die Kugel zum 0:4 in die Maschen. Nur zwei Minuten später jubelte der Franko-Algerier gleich nochmals. Wieder muss er nur noch einschieben.
Meyrin-Goalie Hoicini muss sich wie die einsamste Person auf dem Planeten gefühlt haben. Denn die Servettiens konnten schalten und walten, wie sie wollten. 85. Minute – Distanzschuss Cognat – 0:6. 89. Minute – Sololauf Touati gefolgt von einem Flatterball – 0:7. Nachspielzeit – Guillemenot lässt einen Verteidiger aussteigen und zieht ab – 0:8. Es kam keine Gegenwehr mehr.
Ungefährdet zieht der SFC in die nächste Runde ein. Diese wird am Wochenende des 16. Septembers ausgetragen. In der Meisterschaft wartet als nächstes der Yverdon Sport FC.
Meyrin FC – Servette FC 0:8 (0:2)
Stade de Genève : 3'100 Zuschauer
Schiedsrichter : ?
Tore : 18' Crivelli (0:1), 40' Fofana (Foulpenalty) (0:2), 64' Touati (0:3), 82' Touati (0:4), 84' Touati (0:5), 85' Cognat (0:6), 89' Touati (0:7), 90'+2 Guillemenot (0:8)
Servette FC : Mall ; Kaloga (46' Mazikou), Onguéné, Vouilloz, Baron ; Stevanovic (40' Guillemenot), Douline, Diba (67' Cognat), Touati ; Fofana (79' Kutesa), Crivelli (67' Rodelin)
Meyrin FC : Hoicini ; Monteiro (69' Puntel), Virchaux, Afua, Ribeiro ; Wieland (69' Costa), Albrecht, Makengo (63' Duffour) ; Matuvunu (54' Regillo) ; Jourdan (54' Cavazzana), Salan
Verwarnungen : 42' Makengo
Bemerkungen : Servette ohne Antunes, Frick, Lyng, Magnin, Stevanovic, Tsunemoto (Verletzt), Diallo, Dias, Henchoz, Ndema, Ondoua, Ouattara, Rouiller, Salihi, Sestito, Souaré (Nicht im Aufgebot), 82' Pfostenschuss von Cognat
Social Media