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Unterklassiges Bulle verpasst Cup-Überraschung

18.09.2023 22:09:12 | Peter

Pflichtaufgabe gegen Bulle erfüllt

 

Nach der Länderspielpause ist vor dem Cup-Sechzehntelfinale. Der Servette FC gastierte am letzten Samstag im Greyerzerland. Gegen den FC Bulle hiess es: „verlieren verboten!“
Erfreulicherweise durfte René Weiler mit drei wiedergenesen Kräften planen. Alexis Antunes, Jérémy Frick und Miroslav Stevanovic kehrten in die Startelf zurück.


Als Favorit übernahm der Vertreter aus der Super League direkt das Spieldiktat. Es dauerte keine Viertelstunde, bis zum ersten Mal gejubelt werden durfte. Kutesa schloss trocken von der Strafraumgrenze ab und liess FCB-Keeper Ropraz keine Chance.
Bulle reagierte gut auf den Fehlstart. Sissoko kam im Sechzehner an den Ball. Ohne zu zögern ging der Angreifer in den Abschluss. Frick muss ein erstes Mal intervenieren.
Danach flaute das Geschehene ab. Die Heimmannschaft stand kompakt und machte den Grenats mit einer Fünferkette das Leben schwer. Rouiller versuchte den gegnerischen Riegel mit einem langen Ball zu knacken. Die Kugel senkte sich, kam aber nie bei Adressat Kutesa an. Ndebele war mit der Hand im Weg. Schiedsrichter von Mandach hatte keine andere Wahl und entschied auf Elfmeter. Bedia übernahm die Verantwortung und markierte gekonnt den 0:2-Pausenstand.
Servette stand mit einem Bein im Achtelfinale. In der zweiten Halbzeit musste nur noch der Deckel drauf gemacht werden.
Das klappte nach einer knappen Stunde. Erst blockte Ropraz einen Schuss von Antunes. Dann rauschte Mazikou mit viel Tempo in den Ball. Das 0:3 war der erste Treffer des Sommerneuzugangs.
Für die Platzherren ging es nur noch um den Ehrentreffer. Nach 66 Minuten setzte Sumbula zu einem hohen Zuspiel in die Spitze an. Cognat kam zu spät und musste Lahiouel ziehen lassen. Der Franko-Algerier zeigte sich abgebrüht und verkürzte auf 1:3.
Als wäre er Abstand zwischen Promotion- und Super League nicht schon genügend gross, schwächte sich Bulle selber. Tutonda sah, nur 9 Minuten nach seiner Einwechslung, bereits die zweite gelbe Karte. Wütend stapfte der Joker in die Kabine.
Die numerische Überzahl nutzte Servette dann auch aus. In der 77. Minute schickte Antunes Crivelli in die Tiefe. Kikanda drängt den Servettien ab und bringt ihn im Strafraum zu Fall. Wieder zeigt von Mandach auf den Punkt. Der gefoulte Crivelli nimmt selbst Anlauf und zimmert das Leder via Lattenunterkante in die Maschen. Damit setzte der Franzose einen Schlusspunkt unter diese Partie. Anzumerken blieben lediglich die ersten Minuten von Tiemoko Ouattara in einem Pflichtspiel der 1. Mannschaft. Weitere dürften schon bald folgen.

Ohne Probleme macht Servette den Sprung ins Achtelfinale. Nun geht es weiter in der UEFA Europa League. Am Donnerstag kommt es zum Heimspiel gegen den SK Slavia Prag. Am Wochenende gastiert man in der Swissporarena des FC Luzern.

FC Bulle – Servette FC 1:4 (0:2)

Stade de Bouleyres :
1'356 Zuschauer
Schiedsrichter : Johannes von Mandach
Tore : 14' Kutesa (0:1), 38' Bedia (Handspenalty) (0:2), 57' Mazikou (0:3), 66' Lahiouel (1:3), 77' Crivelli (Foulpenalty) (1:4)

Servette FC : Frick ; Bolla (79' Vouilloz), Rouiller, Severin, Mazikou ; Antunes, Cognat, Douline (65' Baron), Kutesa (79' Ouattara) ; Stevanovic (79' Rodelin), Bedia (65' Crivelli)

FC Bulle : Ropraz ; Ndebele, Kikanda, Sumbula, Cissé, Titebah (80' Dos Santos) ; Wenzi (61' Tutonda), Asllani (80' Batbout), Chamsoudinov (61' Mituensi) ; Sissoko (87' Kasai), Lahiouel

Verwarnungen : 64' Tutonda, 66' Sumbula, 72' Ndebele, 74' Lahiouel, 74' Bolla, 75' Antunes, 76' Kikanda
Gelb-Rot : 69' Tutonda

Bemerkungen : Servette ohne Henchoz (Gesperrt), Lyng, Magnin, Tsunemoto (Verletzt), Besson, Diallo, Dias, Diba, Fofana, Guillemenot, Kaloga, Ndema, Ondoua, Onguéné, Salihi, Sestito, Souaré (Nicht im Aufgebot), SFC-Pflichtspieldebüt von Tiemoko Ouattara ; Bulle ohne Afonso, Chatelain, Morard, Oliveira, Parisod, Teixeira (Nicht im Aufgebot)