Endlich Europa League! Gestern Abend freute man sich in Genf auf die erste Gruppenphase in einem internationalen Wettbewerb. Mit dem SK Slavia Prag stand den SFC ein Gegner gegenüber, der auf dem Papier stark, aber nicht komplett ausser Reichweite erschien.
Erfreulicherweise starteten die Servettiens munter in die Partie. Doch bereits nach der ersten Viertelstunde schienen die Spielanteile zu kippen. Während die Grenats den Schwung aus der Startphase vermissen liessen, nahmen die Gäste die spielbestimmende Rolle ein.
Auf gefährliche Torraumszenen warteten beide Mannschaften aber lange Zeit vergeblich. Erst nach 32 Minuten wurden die Zuschauer von den Sitzen gerissen. Dann brachte Ševčík eine scharfe Flanke von rechts zur Mitte. Bolla kann vor seinem Gegenspieler klären, lenkt die Kugel allerdings genau in die Füsse von Masopust. Der zieht sofort ab und trifft zum 0:1. Bitter für den SFC, denn Rouiller hätte den Schuss beinahe noch mit der Ferse geblockt.
Bis zur Pause ging nicht mehr viel. Holeš versuchte sich für Slavia aus der Ferne. Der Ball landete dann aber doch deutlich neben dem Tor.
So ging es unter strömendem Regen in die Katakomben, wo die beiden Trainer zur Pausenansprache baten.
Richtig viel gefruchtet hat keine der beiden Reden. Denn die Teams neutralisierten sich in einem langweiligen Kick weiter. Es dauerte fast bis zur Stundenmarke, als es vor Fricks Tor wieder brenzlig wurde. Denn dann verlängerte Zafeiris einen Eckball mit dem Hinterkopf. Das Leder landete bei Ogbu und der nickte gekonnt zum 0:2 ein.
Der zweite Treffer war wie ein Schock für die Gastgeber, welche keine Lösung gegen die tschechische Defensive fand. Auch aus der zweiten Reihe war Bolla das Glück nicht hold. Sein Versuch landete in den Armen von Torwart Mandous.
Slavia spielte das Resultat souverän runter. Dem eine Minute zuvor eingewechselten Jurečka gelang beinahe noch das 0:3. Vor dem Tor flatterten bei ihm aber die Nerven. Leichtfertig liess er den Ball über die Latte sausen.
In einem wenig gefälligen Spiel ziehen die Grenats den Kürzeren. Slavia nimmt die drei Punkte mit nach Tschechien und trifft dort am Sonntag auf die AC Sparta Prag. Servette reist in die Zentralschweiz zum FC Luzern. Europäisch muss das Team von René Weiler in der ersten Oktoberwoche wieder ran. Dann spielt man auswärts gegen das Starensemble der AS Roma.
Servette FC – SK Slavia Prag 0:2 (0:1)
Stade de Genève : 19'783 Zuschauer
Schiedsrichter : Giorgi Kruashvili ; Levan Varamishvili ; Zaza Pipia (Georgien)
VAR : Piotr Lasyk ; Pawel Pskit (Polen)
Tore : 32' Masopust (0:1), 59' Ogbu (0:2)
Servette FC : Frick ; Bolla, Rouiller, Severin, Mazikou (84' Rodelin) ; Stevanovic, Cognat, Douline (67' Ondoua), Kutesa (67' Guillemenot) ; Antunes (81' Touati), Bedia (67' Crivelli)
SK Slavia Prag : Mandous ; Masopust, Holeš, Ogbu ; Tomic (72' Jurásek), Ševčík (52' Zafeiris), Dorley, Dumitrescu (87' Jurečka) ; Douděra (72' Provod), Wallem ; van Buren (52' Tijani)
Verwarnungen : 27' Severin, 36' Rouiller, 64' Bedia, 66' Dorley, 79' Tijani, 90'+1 Provod, 90'+3 Mandous
Bemerkungen : Servette ohne Lyng, Magnin (Verletzt), Diallo, Dias, Diba, Fofana, Henchoz, Kaloga, Ndema, Salihi, Sestito, Souaré, Vouilloz (Nicht im Aufgebot) ; Slavia ohne Pech, Sinyan (Verletzt), Bořil, Hromada, Kacharaba, Ogunbayi, Schranz, Tecl (Nicht im Aufgebot)
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