Das Léman-Derby erfolgreich gedreht
Endlich! Servette kehrt im Léman-Derby auf die Siegesstrasse zurück
Ein Samstag zum Durchatmen! Der SFC fährt den zweiten Meisterschaftssieg in der laufenden Spielzeit ein. Besonders erfreulich – der „Dreier“ wurde im Derby gegen den FC Lausanne-Sport eingefahren.
Bei Spielstart lagen die Vorteile noch auf Seiten des Rivalen. Diabaté prüfte Mall schon in den Startminuten. Dieser hielt der Prüfung Stand. Der Aargauer zeigte einmal mehr, dass er ein guter Ersatz für den erneut ausgefallenen Frick ist.
Bei der Weiler-Truppe dauerte es eine Viertelstunde, ehe ein Standard Gefahr für das LS-Tor bringen sollte. Stevanovic trat einen Freistoss in den Strafraum. Dort kam Antunes unbedrängt zum Kopfball. Der Genfer traf nur das Aussennetz.
Brenzliger war ein Kopfball der Gäste nach 27 Minuten. Dann prallte das Leder vom Pfosten ab, nachdem Custodio eine Diabaté-Flanke mit der Stirn aufs Tor lenkte.
Vor der Pause sollten die „Pêcheurs“ Mall endlich knacken können. Via Sène wurde ein Konter lanciert. Sène bedient Ilie, der legt ab für Sanches und dieser schiebt ins leere Tor ein. Sanches feierte das 0:1 provokativ vor der Tribune Nord. Dafür kassierte er die gelbe Karte. Die Schiedsrichter aus den Genk-Spielen sollen sich ein Beispiel an Esther Staubli nehmen, welche solche Unsportlichkeiten direkt zu unterbinden wusste.
Damit war die erste Hälfte aber noch nicht gelaufen. Torschütze Sanches versuchte sich mit einem satten Distanzschuss. Mall hielt bärenstark.
Das Pausenfazit der Servettiens sah ziemlich durchzogen aus. Rückstand und (mit Onuéné und Rouiller) zwei verletzte Akteure – so hatte sich Weiler sein erstes Léman-Derby sicher nicht vorgestellt.
Der SFC brauchte eine Reaktion – und die kam! Und wie! Kurz nach Wiederbeginn stand der eingewechselte Kutesa frei im Strafraum. Kutesa setzt zum Schlenzer an. Letica lenkt in Extremis an den Pfosten. Auch den Nachschuss von Stevanovic kann der LS-Schlussmann entschärfen. Es war allerdings der Startschuss in eine Druckphase der Grenats. In der 54. Minute legt Bedia an der Strafraumgrenze quer. Stevanovic fasst sich ein Herz und verwandelt zum 1:1! Völlig verdient feierten die Hausherren den Ausgleichstreffer. Doch Servette wollte den Sieg. Nur zwei Minuten nach dem 1:1 zieht Kutesa aus der Ferne ab. 2:1! Was für ein Ding! Sollte es nun zu einer Machtdemonstration kommen? Die Antwort war „nein“. Denn der SFC spielte die Partie ruhig herunter. Kräfteschonen für das EL-Spiel vom Donnerstag war angesagt.
Es sollte reichen. Denn von Lausanne kam nicht mehr viel. Servette behält die drei Punkte im Stade de Genève. Damit reist man mit einem positiven Erlebnis nach Rom. Nach dem Ausflug nach Italien wartet der FC Lugano auf das Team von René Weiler. Gespielt wird im Provisorium des Stadio di Cornaredo.
Servette FC – FC Lausanne-Sport 2:1 (0:1)
Stade de Genève : 9'023 Zuschauer
Schiedsrichter : Esther Staubli ; Jonas Erni, Batien Lengacher
VAR : Lukas Fähndrich ; Alessandro Dudic
Tore : 39' Sanches (0:1), 54' Stevanovic (1:1), 56' Kutesa (2:1)
Servette FC : Mall ; Tsunemoto, Onguéné (44' Vouilloz), Rouiller (22' Severin), Mazikou ; Stevanovic, Cognat (46' Kutesa), Douline, Antunes ; Guillemenot (46' Crivelli), Bedia (77' Ondoua)
FC Lausanne-Sport : Letica ; Giger, Dabanli, Dussenne, Husic (75' Poaty) ; Diabaté (84' Labeau), Bernede, Custodio (65' Roche), Ilie (65' Kalu) ; Sanches, Sène (84' Coyle)
Verwarnungen : 13' Husic, 18' Tsunemoto, 41' Stevanovic, 42' Kutesa, 42' Sanches, 89' Antunes, 90'+2 Crivelli
Bemerkungen : Servette ohne Baron, Frick, Lyng, Magnin (Verletzt), Diallo, Dias, Diba, Fofana, Henchoz, Kaloga, Ndema, Ouattara, Rodelin, Salihi, Sestito, Souaré (Nicht im Aufgebot), 48' Pfostenschuss von Kutesa ; Lausanne ohne Grippo (Verletzt), Okuka, Nanizayamo, Spiegel, Suzuki, Traoré (Nicht im Aufgebot), 27' Pfostenkopfball von Custodio