Zum ersten Mal seit 1968 trat der Servette FC auf italienischem Boden zu einem Pflichtspiel an. Im altehrwürdigen Stadio Olimpico von Rom sollte die Weiler-Elf auf die AS Roma treffen. In anderen Worten trafen 28 Millionen Marktwert auf 382 Millionen. Was auf dem Papier klar aussah, widerspiegelte sich auch auf dem Platz. Der SFC bezahlte Lehrgeld.
Dennoch lief der Spielbeginn ganz nach dem Gusto der Servettiens. In den Startminuten erreichte ein langer Ball Bedia. Der Ivorer verschafft sich Platz gegen Cristante und kommt zum Abschluss. Haarscharf sauste der Schuss am Tor vorbei. Der gute Start beflügelte die Gäste aus der Schweiz. Ein Weitschuss von Stevanovic verfehlte das römer Gehäuse ebenfalls nur knapp.
Es daurte rund zwanzig Minuten, ehe die AS Roma zur ersten guten Möglichkeit kam. Vouilloz gab den Ballbesitz leichtfertig gegen Belotti her. Der italienische Nationalspieler passte zu Celik. Dieser sieht Lukaku in der Gefahrenzone. Celiks Zuspiel erreicht den Belgier, der sofort den Abschluss sucht. Lukaku trifft den Ball nicht richtig und gibt dem Schuss eine komische Flugbahn. Frick ist zu schnell unten und muss sich geschlagen geben. Das 1:0 nahm den Grenats etwas den Wind aus den Segeln. Doch auch die Heimmannschaft zeigte sich alles andere als in Spiellaune. Mit einem 1:0 verabschiedeten sich die Teams in die Katakomben.
Bei Wiederanpfiff schienen die Italiener wie ausgewechselt. Im ersten Angriff nach dem Seitenwechsel köpft Pellegrini in den Lauf von Belotti. Dieser fackelt nicht lange und versenkt zum 2:0 in die lange Ecke. Das zweite Tor wirkte wie ein Genickbruch für die Gäste. Denn nun spielte nur noch Rom. El Shaarawy mit dem Seitenwechsel, Celik legt per Kopf ab und Pellegrini verwandelt volley zum 3:0. Nach einer knappen Stunde bejubelte der Favorit bereits das 4:0. Bei einer Paredes-Ecke steht Mazikou zu weit von Belotti weg. „Grazie!“, sagt sich der Stürmer und nickt ein.
Im gesamten zweiten Durchgang kamen die Servettiens nur zu einer nennenswerten Szene. Den Distanzversuch Kutesas entschäfte Roms Svilar mühelos.
Dann war sie fertig, die Lehrstunde für den schweizer Vize-Meister. Servette reiste per Zug aus der „ewigen Stadt“ ab und machte sich direkt auf den Weg nach Lugano. Dort ging es in der Meisterschaft weiter.
AS Roma – Servette FC 4:0 (1:0)
Stadio Olimpico : 55'764 Zuschauer
Schiedsrichter : Igor Pajač ; Ivan Mihalj, Vedran Durak (Kroatien)
VAR : Ivan Bebek (Kroatien) ; Juan Martínez Munuera (Spanien)
Tore : 21' Lukaku (1:0), 46' Belotti (2:0), 52' Pellegrini (3:0), 59' Belotti (4:0)
Servette FC : Frick ; Tsunemoto, Vouilloz, Severin, Mazikou ; Stevanovic (88' Touati), Antunes (64' Cognat), Ondoua, Kutesa (64' Bolla) ; Crivelli (63' Guillemenot), Bedia (74' Douline)
AS Roma : Svilar ; Mancini (64' Karsdorp), Cristante, Ndicka ; Celik, Bove (77' d'Alessio), Paredes, Aouar (46' Pellegrini (58' Pagano)), El Shaarawy ; Lukaku (64' Zalewski), Belotti
Verwarnungen : 70' Ondoua, 81' Douline
Bemerkungen : Servette ohne Baron, Lyng, Magnin, Onguéné (Verletzt), Diallo, Dias, Fofana, Kaloga, Ndema, Rodelin, Salihi, Sestito, Souaré (Nicht im Aufgebot) ; Rom ohne Abraham, Kumbulla, Llorente, Sanches, Smalling (Verletzt), Azmoun, Kristensen (Nicht im Aufgebot)
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