Na also! Der SFC scheint in der Liga langsam auf Touren zu kommen. Gegen den FC Lugano gab es einen hart umkämpften Auswärtssieg. Auf dem Rückweg aus Italien stellte René Weiler sein System um. Anstelle des klassischen 4-4-2 schickte er seine Mannen in einem 4-1-4-1 auf den Platz. Der Erfolg gibt ihm Recht.
Beide Mannschaften waren am Donnerstag noch europäisch im Einsatz. Servette in Rom, Lugano in Istanbul. Die kürzere Rückreise hatten die Grenats, welche auch schneller Zugang zum Spiel fanden. Mazikou setzte schon nach wenigen Sekunden ein erstes Ausrufezeichen. Der Schuss des Kongolesen sauste knapp an Saipis Gehäuse vorbei.
Trotz Blitzstart flachte die Partie schnell ab. Die Doppelbelastung und die 28 Grad Aussentemperatur hinterliessen ihre Spuren. Die Hausherren, welche sich vor ihrem Publikum viel vorgenommen haben, kamen nach 34 Minuten zum ersten guten Abschluss. Mahmoud setzte sich auf Links durch und bediente Steffen, der im Zentrum zu wenig kaltschnäuzig agiert. Mall, der den Vorzug gegenüber Frick erhielt, kann die Null halten. Sein Gegenüber agierte vier Minuten später weniger erfolgreich. Eine Bolla-Flanke wurde von Antunes verlängert. Die Kugel landete bei Crivelli, der aus kürzester Distanz zum 0:1 verwandeln konnte. Da war sie, die wichtige Führung! Und diese hätte auch aberkannt werden können. Auf den TV-Bildern scheint es, als wären Antunes und Crivelli mit dem Arm am Ball gewesen. Weder Schiedsrichter, noch VAR griffen ein. Das Tor zählte und war gleichzeitig die letzte heisse Szene der ersten Hälfte.
Denn danach durften sich die beiden Teams in der Garderobe abkühlen.
Die zweite Halbzeit startete mit einer Schrecksekunde für die Tessiner. Antunes spielte einen Steilpass in den Lauf von Bolla. Der Leihspieler der Wolves hielt drauf und traf Saipi am Kopf. Der ehemalige U21-Internationale blieb benommen am Boden liegen. Nach ein paar Minuten Pflege musste Lugano-Coach Croci-Torti die Reissleine ziehen und Saipi durch Deana ersetzen. Der einstige Servette-Ersatzkeeper kam zu seinem ersten Super-League-Einsatz seit November 2014. Und er wurde sogleich geprüft. Stevanovic versuchte es von der Strafraumgrenze. Deana wehrte ab. Für eine Weile war dies die letzte gute Aktion der Gäste. Denn Lugano drehte nun auf. Je näher der Schlusspfiff rückte, desto mehr Spielanteile hatten die „Bianconeri“. In der Nachspielzeit kombinierte sich der FCL über die rechte Seite. Macek kann unbedrängt zur Mitte passen, wo Babic überhastet abschliesst. Servette kann die Führung halten, doch der nächste Angriff der Luganesi rollte an. Deanas weiter Abschlag wurde von Ondoua gefährlich verlängert. Wieder tauchte Babic vor dem genfer Kasten auf. Mall reagierte blitzschnell und konnte den Schuss des 25-jährigen blocken. Es war die spielentscheidende Szene!
Denn kurz darauf war Schluss! Servette nimmt drei Zähler mit in die Heimat und geht mit positiven Vibes in die Länderspielpause. Nachdem die Mannschaft durchatmen konnte, geht es am Samstag, 21.10.2023 mit dem Auswärtsspiel in Basel weiter. Präsentiert sich der SFC wieder als willkommener Aufbaugegner, oder verweist man den FCB in die Schranken? Wir freuen uns auf das Spiel im „Joggeli“.
FC Lugano – Servette FC 0:1 (0:1)
Stadio di Cornaredo : 3'523 Zuschauer
Schiedsrichter : Sandro Schärer ; Stéphane De Almeida, Bekim Zogaj
Tore : 38' Crivelli (0:1)
Servette FC : Mall ; Tsunemoto, Vouilloz, Severin, Mazikou (61' Kutesa) ; Douline ; Bolla (79' Diba), Stevanovic, Cognat (87' Guillemenot), Antunes (79' Ondoua) ; Crivelli (61' Bedia)
FC Lugano : Saipi (61' Deana) ; Arigoni (52' Espinoza), Mai, El Wafi, Marques ; Mahmoud (76' Babic), Grgic (61' Cimignani), Bislimi (61' Macek) ; Steffen, Celar, Aliseda
Verwarnungen : 41' Mazikou, 84' Mai
Bemerkungen : Servette ohne Baron, Lyng, Magnin, Onguéné, Rouiller (Verletzt), Behrami, Besson, Diallo, Dias, Fofana, Henchoz, Kaloga, Ndema, Rodelin, Salihi, Sestito, Souaré (Nicht im Aufgebot) ; Lugano ohne Hajdari (Gesperrt), Mahou, Osigwe, Valenzuela (Verletzt), Berbic, De Queiroz, Durrer, Marc, Maslarov, Mina, Ndiaye, Nkama, Pizzagalli, Pseftis, Vladi (Nicht im Aufgebot)
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