Servettiens international: Ungarn verpasst vorzeitige EM-Qualifikation
Bendegúz Bolla mit zwei Teileinsätzen
In der Qualifikation zur UEFA Euro 2024 verpasst es Ungarn, das Teilnehmerticket vorzeitig zu buchen. Die Osteuropäer führen die Gruppe G aber weiterhin an.
Dabei hat das internationale Zeitfenster so gut angefangen. Am Samstag empfingen die Magyaren mit Serbien den grössten Konkurrenten zum Direktduell. Die Mannschaft um Servettes Bendegúz Bolla (ab der 63. Minute im Spiel) hielt dem Druck stand. In der proppenvollen Puskás Arena schoss Barnabás Varga (Ferencváros Budapest /HUN) die Heimmannschaft in der 20. Minute in Führung. Serbien gelang durch Ex-Basler Strahinja Pavlović (FC Red Bull Salzburg (AUT) der zwischenzeitliche Ausgleichstreffer. Roland Sallai (SC Freiburg /GER) stellte die Führung aber nach nur einer Zeigerumdrehung wieder her. Ungarn feierte und stand mit einem Bein bereits an der Europameisterschaft.
Das Team von Trainer Marco Rossi konnte in Litauen alles klar machen. Dafür brauchte es lediglich drei Punkte gegen den Underdog aus dem Baltikum. In Vilnius rieben sich die mitgereisten Ungarn-Fans allerdings die Augen. Fiodor Cernych (AEL Limassol /CYP) und Piius Sirvys (FK Panevėžys /LIT) schossen das Heimteam mit 2:0 in Front. Ungarn musste im zweiten Durchgang zwingend reagieren, wenn man noch Punkte nach Budapest bringen wollte. Einen ersten Anfang machte Dominik Szoboszlai (Liverpool FC /ENG). Der Star des Teams machte das Spiel mit seinem Penaltytor zum 2:1 nochmals spannend. Und siehe da! Varga gelang in der 82. Minute sogar das Ausgleichstor! In der Schlussphase warfen die Gäste alles nach vorne. Auch Bolla kam für die letzten Minuten ins Spiel. Zum Schluss blieb es aber beim 2:2 und dem verdienten Punkt der Litauer. Für Bolla & co. dürfte der Ausrutscher keine ernsthaften Konsequenzen haben. Im November reicht ein Punktgewinn gegen Montenegro, um die Qualifikation für die Endrunde sicherzustellen. Auch ein Sieg gegen Bulgarien würde Ungarn ans Ziel bringen.