Vierter Sieg in Folge - Auch Luzern hält den SFC nicht auf
„C'est la vie en rose!“
Die Weiler-Elf ist zurück aus Tiraspol. In der Super League stand mit dem FC Luzern ein ernstzunehmender Gegner auf dem Programm. Im Hinspiel setzte es eine Niederlage in der Swissporarena. Was zaubern die Grenats, welche für einmal in Rosa aufliefen (wir berichteten), in Genf auf den Rasen?
Gleich zu Beginn zauberte der FCL. Max Meyer mit einem technisch einwandfreien Steilpass auf Chader. Der legt perfekt für Okou auf und jener schiebt zum 0:1 ein. Bereits nach zwei Minuten lag Servette im Rückstand – oder doch nicht? Nein! Der Linienrichter ahndete eine Abseitsposition von Chader. Der Millimeterentscheid wurde vim VAR kontrolliert und bestätigt. Das Heimteam kam mit dem Schrecken davon und bliess zum Gegenangriff. Bedia setzte in der siebten Minute Stevanovic ein. Der Bosnier schlug eine Traumflanke ins Zentrum, wo Antunes Bewacher Jaquez entwischte. Der einstige U21-Internationale stieg hoch und köpfte zum 1:0 ein. Servette überraschte generell mit mehreren guten Kopfballchancen. Severin kam dem 0:2 am nächsten. Jashari klärte für die Zentralschweizer auf der Linie. Von Seiten der Gäste drohte nach 33 Minuten Ungemach. Dorn pflückte sich einen langen Einwurf aus der Luft. Der Deutsche kann Severin abschütteln und kommt zur Flanke. Diese wird von Mall unterschätzt. Ottiger hat im Rücken der Abwehr viel Platz und versenkt per Dropkick zum 1:1.
Dabei blieb es bis zur Pause.
Wie schon in der ersten Halbzeit kamen die Leuchtenstädter besser aus der Kabine. Ottiger und Chader kommen zu zwei Abschlüssen. Mall muss zwei Mal intervenieren und hält seine Farben im Spiel. Nach 61 Minuten war aber auch er machtlos. Chader kann unbehelligt am Sechzehnerrand drauf halten und versteckt die Kugel im langen Eck. Zu diesem Zeitpunkt war das 1:2 durchaus verdient. Der SFC konnte allerdings umgehend reagieren. Kurz nach seiner Einwechslung schlägt Bolla eine Flanke in die Mitte. Dort kommt Stevanovic zum Kofpball. Unsere Nummer 9 hat den Ausgleichstreffer auf der Stirn, verzieht dann ganz knapp. Die Chance war ein Weckruf für die Servettiens. Denn nun zog die Weiler-Truppe schöne Offensivaktionen auf. Eine Kombination über Stevanovic und Crivelli landete bei Mazikou. Der Kongolese spedierte die Kugel von links in den Strafraum. Cognat prüfte FCL-Keeper Loretz mit einem Kopfball. Der Youngster konnte parieren, war dann bei Bedias Nachschuss aber machtlos. Der Ivorer markiert das 2:2 und bringt die Hoffnung ins Stade de Genève zurück.
Denn die Hausherren übernahmen nun das Spieldiktat. Nichts war zu spüren von der Doppelbelastung. Bolla nahm es auf der linken Seite mit Beloko, Dorn und Haas auf. Der ungarische Nationalspieler liess alle Gegenspieler stehen und schlenzte traumhaft zum 3:2 ein! Wahnsinn! Servette dreht die Partie in den Schlussminuten. Doch damit war das Spiel noch nicht entschieden. Denn Luzern wollte mit Minimum einem Punkt nach Hause reisen. Haas mit der flachen Hereingabe für Villiger. Der ist schneller als Rouiller und setzt die Kugel an den Pfosten! Glück für den SFC, der in der Nachspielzeit alles klar machen konnte. Denn Dorn kriegt im eigenen Strafraum den Ball an die Hand. Schiedsrichter Dudic zögerte nicht und Sprach den Genfern einen Penalty zu. Crivelli nahm die Einladung an und düpierte Loretz zum 4:2 Schlussresultat.
Vier Siege in Serie! Servette zeigt sich in bester Form. Geht es für René Weilers Team "in Rosa" weiter, oder ziehen nun dunklere Wolken auf? Am Mittwoch steigt das Cup-Achtelfnale gegen den FC Stade-Lausanne-Ouchy. Am Samstag geht es zum Leader FC Zürich in den Letzigrund.
Servette FC – FC Luzern 4:2 (1:1)
Stade de Genève : 7'236 Zuschauer
Schiedsrichter : Alessandro Dudic ; Alain Heiniger, Benjamin Zürcher
VAR : Urs Schnyer ; Marco Zürcher
Tore : 7' Antunes (1:0), 33' Ottiger (1:1), 61' Chader (1:2), 66' Bedia (2:2), 82' Bolla (3:2), 90'+6 Crivelli (Handspenalty) (4:2)
Servette FC : Mall ; Tsunemoto, Rouiller, Severin, Mazikou ; Cognat (88' Diba), Ondoua (63' Douline), Antunes (64' Crivelli) ; Stevanovic, Bedia (88' Guillemenot), Kutesa (63' Bolla)
FC Luzern : Loretz ; Ottiger (77' Haas), Jaquez, Simani (77' Willimann), Frýdek ; Jashari ; Dorn, Beloko ; M. Meyer ; Okou (72' Spadanuda), Chader (72' Villiger)
Verwarnungen : 79' Bedia, 85' Haas, 90' Spadanuda
Bemerkungen : Servette ohne Baron, Besson, ouati (Verletzt), Behrami, Diallo, Dias, Fofana, Henchoz, Kaloga, Lyng, Ndema, Onguéné, Ouattara, Rodelin, Salihi, Sestito, Souaré (Nicht im Aufgebot) ; Luzern ohne Ademi, Beka (Verletzt), Abubakar, Breedijk, Hegglin, Heller, L. Meyer, Rupp (Nicht im Aufgebot), 2' Abseitstor von Okou, 84' Pfostenschuss von Villiger