Im letzten August zerzauste Yverdon Sport den SFC gehörigg. Gleich mit 4:1 wurden die Calvin-Städter aus dem Stadion gejagt. Gestern Abend trafen die beiden Mannschaften zum ersten Mal wieder aufeinander. Diesmal mit dem besseren Ende für die Grenats.
Das Spiel war weit weg von einem wilden Super-League-Duell. Beide Teams verpassten es, den Gegner in der Startphase unter Druck zu setzen. Erst nach zwanzig Minuten schien das Spiel auf die Seite der Grenats zu kippen. Antunes kam mehrfach zu guten Abschlussversuchen. Das Eigengewächs fand in Yverdon-Goalie Bernardoni seinen Meister. Nach der kurzen Druckphase blieb es längers ruhig. Brenzlig wurde es erst in der 37. Minute. Dann landet ein verunglückter Bernardoni-Abschlag bei Guillemenot. Dieser fackelte nicht lange und verwandelte sofort zum 1:0. Gejubelt werden durfte allerdings nicht. Schiedsrichter Piccolo sah auf den TV-Bildern, dass Guillemenot beim Abschluss den Verteidiger touchierte. Piccolo entschied auf Foul und nahm den Treffer zurück. Ein sehr strittiger Entscheid.
Es blieb beim 0:0 zur Pause.
Nach dem Tee ging es gemächlich weiter. Der Aufsteiger wollte nicht, Servette konnte nicht treffen. Die Präzision fehlte auf beiden Seiten. Nach 72 Minuten versuchte es Stevanovic mit einem Distanzschuss. Hätte Bernardoni den Ball nicht nach vorne abklatschen lassen, es wäre keine nennenswerte Szene gewesen. Und dann war plötzlich Yverdon vor dem Tor. Carlos schnappte sich das Leder gegen den überraschten Rouiller. Der Winterneuzugang kam frei zum Schuss, hämmerte die Kugel dann aber deutlich am Tor vorbei.
Es war Zeit für einen Dosenöffner. Und der sollte in der 79. Minute tatsächlich kommen. Ondoua spedierte die Kugel aus dem Halbfeld in die Gefahrenzone. Stevanovic legt geschickt für Kutesa auf und der drischt das Ding in die Maschen! 1:0 für Servette! Und dabei blieb es!
Die Weiler-Truppe bringt die drei Punkte nach Hause und erfüllt damit die Pflicht. Am Mittwoch geht es in den Kybunpark, wo mit St. Gallen der erste richtige Brocken auf den SFC wartet.
Eine schöne Randnotiz vom Spielende. Nach dem Abpfiff kletterten Yverdons Boris Cespedes und Anthony Sauthier in die Servette-Kurve. Dort stimmten sie Fangesänge an und bedankten sich beim Publikum, das ihnen jahrelang selbst den Rücken stärkte.
Servette FC – Yverdon Sport FC 1:0 (0:0)
Stade de Genève : 5'252 Zuschauer
Schiedsrichter : Luca Piccolo ; Matthias Sbrissa, Sladan Josipovic
VAR : Luca Cibelli ; Johannes von Mandach
Tore : 79' Kutesa (1:0)
Servette FC : Mall ; Tsunemoto, Rouiller, Severin, Mazikou ; Stevanovic, Cognat, Ondoua, Kutesa (86' Crivelli) ; Antunes (67' Bolla) ; Guillemenot
Yverdon Sport FC : Bernardoni ; Sauthier, Del Fabro, Tijani, Le Pogam ; Olesen (67' Corness), Cespedes, Liziero (53' Vidakovic) ; Tasar (67' Carlos), Mahious, Lungoyi (54' Loucif (81' Aké))
Verwarnungen : 30' Lungoyi, 39' Guillemenot, 77' Tijani,
Bemerkungen : Servette ohne Baron, Douline (Verletzt), Behrami, Besson, Diallo, Dias, Kaloga, Lyng, Ndema, Onguéné, Rodelin, Salihi, Sestito, Souaré (Nicht im Aufgebot), 37' Tor von Guillemenot wegen Foulspiels aberkannt ; Yverdon ohne Cotter, Grødem, Kury, Lusuena, Malula, Silva (Verletzt), Alves, Fargues, Gouet, Jaquenoud, Klepač, Maurin, Mazzeo, Rodriguez (Nicht im Aufgebot)
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