Teamplayer Enzo Crivelli
Schon oftmals musste man sich wegen Enzo Crivelli an den Kopf fassen. Durch Ungehobeltheiten sammelte der "Kaktus" schon drei direkte Platzverweise in 57 Partien für den SFC. Nun zeigte er sich von seiner teamorientierten Seite.
Am Sonntag setzte René Weiler von Beginn weg auf den Stossstürmer. Kurz vor Anpfiff korrigierte der Servette-Coach sein Matchblatt und stellte Dereck Kutesa in die Startelf. Ihm wollte Weiler gegen Luzern eigentlich eine Verschnaufpause gönnen, bevor es zur Nati geht. Warum also der Wechsel? Hat sich Crivelli beim Warm-Up verletzt? Wohl kaum, denn der 29-jährige wurde später eingewechselt.
Le Matin hakte nach dem Spiel in Luzern nach. Etwas überraschend gab Weiler Preis, dass sich der Stürmer vor dem Anpfiff an ihn wandte. Crivelli fühlte sich nicht wohl und wollte seinen Startplatz an eine fittere Kraft abgeben. Nach einem kurzen Austausch mit Kutesa stellte der Trainer seine Startformation um. Kutesa zeigte einen starken Auftritt und holte den Elfmeter zum 1:2 raus. Und Crivelli half in den Schlussminuten beinahe mit, den Sieg ins Trockene zu bringen. Eine gelungene Rotation, angestossen von einer ehrlichen Geste des Angreifers. Dies widerspiegelt auch die momentane Stimmung in der Mannschaft. Trotz Konkurrenzkampf denkt man fürs Team und ordnet seine Einsatzminuten dem gemeinsamen Erfolg unter.
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