Zweitinstanzliches Urteil zur Transferpanne
Spielberechtigungen für N'Diaye und Rekik werden definitiv nicht erteilt
Seit Februar kämpft der Servette FC um die Spielberechtigungen seiner Neuzugänge. Während man eine Lösung für Takuma Nishimura finden konnte, warten Bassirou N'Diaye und Omar Rekik bis heute auf grünes Licht. Und das wird auch bis im Sommer so bleiben.
Nachdem die Transferkommission der Swiss Football League ein Gesuch um eine nachträgliche Qualifikation abgeschmettert hatte, legte der SFC Rekurs ein. Nun ist auch der Entscheid des Sportschiedsgericht in Lausanne da. Der Entscheid der SFL behält seine Gültigkeit. Servette trägt die alleinige Verantwortung für den administrativen Fehler. Gegen den jetzigen Entscheid des Sportschiedsgericht kann kein Einspruch erhoben werden.
Kommt es nun noch dicker?
Mit dem Entscheid der Sportschiedsgerichts ist der Fall noch nicht abgehakt. Denn die betroffenen Spieler, N'Diaye und Rekik, sind ursprünglich mit klaren Vorstellungen in die Schweiz gewechselt. Beide wollten ihre Ausleihe nutzen, um Spielpraxis zu sammeln und sich für höhere Aufgaben anzubieten. Nun verlieren sie je eine halbe Saison, obschon sie eigentlich fit gewesen wären. Amin Ben Khalifa, Bruder von Ex-Nationalstürmer Nassim Ben Khalifa, ist Anwalt und vertrat Bassirou N'Diaye während den Gerichtsverhandlungen. Gegenüber der Tribune de Genève erwähnte Ben Khalifa, dass er, wie auch der Anwalt von Omar Rekik nun auf eine Reaktion seitens des Klubs warten. Denn beide Spieler fordern Schadenersatz für das verlorene halbe Jahr! Besonders Abwehrspieler Rekik traf die Lizenzierungspanne schwer. Nach einer ersten Saisonhälfte beim Wigan Athletic FC verzichtete Arsenal, sein eigentlicher Arbeitgeber, auf eine Verlängerung des Leihdeals. Die Londoner wollten Rekik lieber in der Super League spielen sehen. Ein Schuss, der nach hinten los ging und beim Holland-Tunesier für dicke Luft sorgt. Er soll bereits aus Genf abgereist sein und sich in England fit halten. Nebst den beiden Spielern könnten auch Arsenal und der FC Lorient eine Schadenersatzforderung einreichen. Hier ist momentan noch ungewiss, ob die beiden Vereine noch mehr Salz in die Wunde der Grenats streuen.