Mehr Macht für Weiler und Lombardo
Didier Fischer ist zurück beim Servette FC! Als Präsident ad interim ist es wieder mal an ihm, die administrativen Kohlen aus dem Feuer zu holen.
Die Akte "Transferpanne" hat Fischer bereits übernommen. Als Nachfolger des scheidenden Thierry Regenass verhandelt er mit Bassirou N'Diaye und Omar Rekik über einen möglichen Schadenersatz (wir berichteten). Auch organisatorisch will Fischer aufräumen und die sportliche Leitung neu aufteilen. Gemäss einem Bericht der Tribune de Genève sollen vor allem zwei Namen profitieren. René Weiler, Trainer der 1. Mannschaft, und Nachwuchsleiter Massimo Lombardo erhalten mehr Freiheiten und Mitspracherechte. Gemeinsam sollen sie die unmittelbare Zukunft der Grenats steuern.
Die Umstrukturierung macht Sinn. Denn aus sportlicher Sicht haben Weilers Wunschspieler, Takuma Nishimura und Keigo Tsunemoto, überzeugt. Besonders bei Tsunemotos Transfer soll Weiler Überzeugungsarbeit geleistet haben müssen. Dies weil die statistischen Werte des Aussenverteidigers nicht den Vorstellungen der restlichen Transferverantwortlichen entsprochen haben. Andere Spieler wie Alexander Lyng oder Ronny Rodelin wären vermutlich ebenfalls nicht in Weilers Kader gelandet, hätte er die Zügel früher in der Hand gehabt. Der Winterthurer soll ebenfalls die fehlende Antizipation seiner Kollegen bei den Transfers von Bedia und Vouilloz bemängelt haben. Die beiden Akteure verliessen den Verein, ohne dass valabler Ersatz im Fokus der Verantwortlichen bereitgestanden wäre.
Nun erhält Weiler die Chance, es besser zu machen. Bereits in der kommenden Transferphase dürfte er versuchen, seine Handschrift in der Kaderplanung zu hinterlassen.

Foto: R.B.
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