Der Servette FC ist zurück auf heimischem Boden. Nach dem Abstecher nach Südfrankreich testeten die Grenats gestern Nachmittag gegen den KVC Westerlo. Der Tabellenelfte der abgelaufenen Spielzeit in der Jupiler Pro League weilt seit letztem Freitag in der Nähe von Genf im Trainingslager. Bereits am letzten Samstag bezwang man in Payerne den BSC Young Boys mit 1:0.
Im Stade de Genève wartete mit dem SFC der amtierende Cup-Sieger auf die Belgier. Und diese wurden gleich mit einem Gastgeschenk begrüsst. Denn mit dem ersten Angriff ging Westerlo nach 8 Minuten in Führung. Der frühe Rückstand sollte schnell wieder korrigiert werden. Cognat setzt Guillemenot in Szene und dieser prüft den gegnerischen Schlussmann mit einem gefährlichen Abschlussversuch. Rund zehn Minuten danach war es Vorlagengeber Cognat selbst, der den Torerfolg suchte. Der Franzose umkurvt den Westerlo-Keeper Gillekens in einer 1-gegen-1-Aktion. Im Abschluss versagen Cognat dann die Nerven. Der Schuss saust über die Latte hinweg.
Das Gästeteam zeigen sich genügsam. Unter der Nachmittagssonne warten sie ab und zeigen sich brutal effizient. So auch nach einem Eckball in der 32. Minute, Servette kann den Flankenball nicht aus der Gefahrenzone bugsieren. Die Kugel landet am zweiten Pfosten, wo sie ein Belgier volley im Tor versenkt. Frick hatte keine Abwehrchance. Das 0:2 war für den KVCW ein eher schmeichelhaftes Resultat. Hätten die Servettiens ihr Angriffsspiel etwas überraschender gestaltet, so hätten sie ihre Spielvorteile auch in bare Münze umwandeln können. Diese Aussage unterstrich Antunes in der 44. Minute. Denn dann zog der offensive Mittelfeldspieler seinen Bewachern davon. Antunes blieb vom herausstürmenden Gillekens unbeeindruckt. Mit Gefühl schiebt er das Leder am Torwart vorbei und verkürzt auf 1:2.
Mit diesem Rückstand ging es in die Pause.
Nach der Abkühlung in den Katakomben des Stadions wirkten die Genfer frischer und mutiger. Antunes versuchte es mit einem Lob aus vierzig Metern. Der Ball plumpste jedoch nebens Tor. Besser machte es Teamkollege Kutesa einige Augenblicke später. Der Flügelstürmer prescht von links in Richtung Strafraumgrenze. Dort kommt er ungehindert zum Schuss – und schon steht es 2:2! Generell gefiel der Auftritt in der zweiten Hälfte besser. Besonders Leihrückkehrer Sawadogo belebte die linke Aussenbahn.
Nach einer Stunde waren Personalwechsel gefragt. Häberli tauschte vier Akteure aus. Die Gäste aus Flandern ersetzten alle Feldspieler. Die Umstellung sollte sich vor allem aus Sicht der Rhône-Städter lohnen. Denn nach 77 Minuten nahm Ouattara auf der rechten Seite Tempo auf. Mit viel Übersicht wechselte der U19-Internationale die Seite. Dort hatte Sawadogo alle Zeit der Welt. Der Aussenverteidiger schlägt eine haargenaue Flanke auf von Moos. Dieser springt hoch und verwandelt gekonnt zum 3:2. So dreht man eine Partie!
In den Schlussminuten hatte Cognat die Chance, noch auf 4:2 erhöhen. Der Mittelfeldregisseur verfehlte das Gehäuse. Es blieb bis zum Schluss beim 3:2.
Damit gewinnen die Servettiens ihr zweites Testspiel gegen einen Gegner auf Augenhöhe. Das Resultat dürfte Trainer Häberli egal sein, für ihn werden individuelle Leistungen höher zu gewichten sein. So auch nächsten Samstag, wenn man sich mit dem Etoile Carouge FC misst. Die Partie gegen den Verein aus dem Vorort wird die Hauptprobe vor dem Super-League-Start am 21.07.2024 sein.
Servette FC – KVC Westerlo 3:2 (1:2)
Stade de Genève : 1'090 Zuschauer
Schiedsrichter : ?
VAR : /
Tore : 8' ? (0:1), 32' ? (0:2), 44' Antunes (1:2), 51' Kutesa (2:2), 77' von Moos (3:2)
Servette FC : Frick (46' Mall) ; Tsunemoto, Rouiller, Baron (60' Fankhauser), Mazikou (46' Sawadogo) ; Cognat, Ondoua (60' Camara) ; Stevanovic, Antunes, Kutesa (60' Ouattara) ; Guillemenot (60' von Moos)
KVC Westerlo : ?
Verwarnungen : /
Bemerkungen : Servette ohne Bouzamoucha, Crivelli, Magnin, Severin (Verletzt), Behrami, Besson, Diallo, Dias, Diba, Ndema, Omeragic, Salihi (Nicht im Aufgebot), Testspieler beim SFC: Samuel Fankhauser (Servette FC U21) ; 23' Abseitstor von Westerlo
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