Mit einer Auswärtspartie beim FC Luzern starten die Servettiens am Sonntag in die Saison 2024/2025. Die Frage dabei ist - wer startet denn überhaupt alles? Denn in der Abwehrzentrale plagt Trainer Häberli ein dickes Fragezeichen.
In der letzten Saison war das Duo Rouiller-Severin meistens gesetzt. Im Verlauf der Rückrunde durfte auch Leihspieler Bronn ein paar Mal von Beginn weg mittun. Nun ist Bronn weg und die anderen bewährten Kräfte hadern mit verschiedenen Blessuren.
Yoan Severin zog sich im Verlauf der Saisonvorbereitung im Training eine Adduktorenverletzung zu. Der Franzose soll gemäss Informationen von Lucarne Grenat am gestrigen Dienstag wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen sein. Ein Einsatz am Wochenende scheint möglich. Trotzdem wäre es ein Kaltstart für den 27-jährigen, der alle Testspiele vom Spielfeldrand aus mitverfolgen musste.
Anders sah es bei Steve Rouiller aus. Der Stand zwar in allen Partien der Vorbereitung auf dem Platz. Nach einem Zusammenprall im Spiel gegen Etoile Carouge hat der Abwehrchef Probleme mit dem Oberschenkel. Noch vor der Halbzeitpause musste er verletzt ausgewechselt werden. "Nichts Schlimmes", gab Rouiller nach Schlusspfiff zu verstehen. Laut seinem Eindruck sei die Auswechslung eine reine Vorsichtsmassnahme gewesen. Ganz rund lief der Walliser dennoch nicht, als er im Stade de Frontenex die Autogrammwünsche der Kinder erfüllte. Hoffen wir, dass sich die "Tomate" im Verlauf der Woche nicht als schlimmer herausstellt, als befürchtet.
Ebenfalls nicht rund lief die Vorbereitungsphase für Neuankömmling Sofyane Bouzamoucha. Der Franko-Tunesier zog sich noch vor dem Monaco-Test eine Trainingsverletzung zu. Seither erhielt auch er ein Sonderprogramm. Wie uns zu verstehen gegeben wurde, dürfte auch Bouzamoucha bald wieder der normalen Trainingsbetrieb aufnehmen. Für den Saisonauftakt ist aber auch er fraglich.
Drei Männer fallen aus. Wer soll es richten? Wie so oft fällt in so einer Situation der Name von Anthony Baron. Der Nationalspieler aus Guadeloupe rutschte vor zwei Jahren überraschend ins Fanionteam. Unter Alain Geiger entpuppte er sich als wertvoller Allrounder. Auch René Weiler machte vergangene Saison von Barons Qualitäten gebrauch. Häberli schien zu erahnen, welche Kadersituation ihn warten wird. Denn der 31-jährige erhielt in allen Testpartien ordentlich Spielzeit. Baron scheint also eingespielt zu sein.
Überraschend, beziehungsweise aus der Not heraus, könnte ein Nachwuchsspieler neben Baron auflaufen. Samuel Fankhauser bestritt die Vorbereitung mit der 1. Mannschaft und ist heiss auf sein Debüt bei den Profis. Das Eigengewächs kann mit guter Physis auftrumpfen. Wie schlägt er sich aber auf der höchsten, nationalen Spielebene? Die Planung des Aufgebots scheint ein Rennen gegen die Zeit zu werden. Für den FCL schwierig sich darauf einzustellen. Doch auch für den Servette FC eine unscharfe Momentaufnahme.
Fotos: R.B.
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