Kutesa schon bald beim "Real Madrid Afrikas"?
Im Sommer dieses Jahres läuft Dereck Kutesas Arbeitsvertrag in Genf aus. Für Servette ist das Wintertransferfenster die letzte Möglichkeit, Kapital aus dem Topskorer der Super League zu schlagen. Lässt man Kutesa ziehen? Hält man ihn bis Saisonende und sucht den sportlichen Erfolg? Hat man einen Ersatz an der Angel? Lauter Fragezeichen winden sich um die Personalie des Neo-Nationalspielers.
Etwa ein Jahr ist es her, da befand man sich beim Servette FC in derselben lage. Damals wurde Chris Bedia. immerhin bester Torschütze des Klubs, an den 1. FC Union Berlin verscherbelt, wo er anschliessend auf der Ersatzbank verauerte. René Weiler, damals noch Trainer der 1. Mannschaft, störte sich damals an der fehlenden Antizipation der Führungsetage. Mit dem Verkauf des Spielers und dem Ausbleiben einer adäquaten Ersatzlösung schwächten sich die Grenats im Meisterrennen gleich selbst. Nun sitzt Weiler im Sessel des Sportchefs und hat definitiv mehr Mitspracherecht, als noch vor Jahresfrist.
Entsprechend wird er es sein, der in diesen Tagen mit einer Delegation des Al Ahly SC am Tisch sitzen wird. Denn das ägyptische Topteam soll grosses Interesse an einer Verpflichtung von Dereck Kutesa haben. Wie die Tribune de Genève weiss, gilt der schnelle Flügelspieler als Wunschtransfer des schweizer Trainers Marcel Koller. In Ägypten würde Kutesa keine internationale Topliga erwarten. Allerdings gehört Al Ahly, das auch als "Real Madrid Afrikas" bezeichnet werden kann, immer zu den Topfavoriten auf den Champions-League-Titel des afrikanischen Fussballverbands (CAF). Weil die Meldefrist der Spieler für den Wettbewerb Ende Januar endet, soll der Verein aus Kairo aufs Gaspedal drücken. Man möchte den Transfer noch in dieser Woche über die Bühne bringen. Dies ist auch der Grund, warum die Vertreter des 44-fachen ägyptischen Meisters bereits in der Schweiz weilen. Erste Angebote von 350'000 und 750'000 Franken soll Servette bereits abgeschmettert haben. Da hilft auch die Tatsache nicht, dass Weiler selbst eine Vergangenheit bei Al Ahly hat.
Kutesa selbst hat sich noch nicht zu den Gerüchten geäussert. Schlussendlich liegt es an ihm, ob er sich auf die Aufgabe in Nordafrika einlässt. Ihm muss allerdings klar sein, dass er aus dem Fokus Europas rückt. Selbst ein Stammplatz würde keine automatische Nati-Nominierung mit sich ziehen. Mit 27 Jahren darf er sich zudem keine grossen Fehltritte auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber leisten.
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