Nach Startschwierigkeiten ist der Servette FC so richtig im Jahr 2025 angekommen! Am letzten Samstag sackte man, zum vierten Mal in Folge, den "Dreier" ein. Dass dies ausgerechnet beim heimstarken Rivalen aus Lausanne gelingt, macht umso mehr Freude.
Im Vorfeld der Partie gab es Spekulationen zu diversen Personalfragen (wir berichteten). Diese beantwortete Thomas Häberli mit zwei Überraschungen im Mittelfeld. Dereck Kutesa kehrte in die Mannschaft zurück - allerdings hinter der Spitze und nicht auf dem linken Flügel. Dort kam Keyan Varela zu seinem Startelfdebüt. Und der Siegtorschütze vom Spiel gegen Winterthur rückte sich auch im Stade de la Tuilière direkt in den Fokus. Sein Abschlussversuch klatschte an die Hand von Senaya. Volketswil funkt Schiedsrichter Tschudi an, der sich die Szene auf dem TV-Schirm ansieht und auf Elfmeter entscheidet. Diesen übernimmt nicht der junge Varela, sondern "Altmeister" Stevanovic. Routiniert lässt dieser Torwart Castella in die falsche Ecke tauchen. Servette macht das 0:1 nach einer knappen Viertelstunde!
Zur Freude für die zahlreich mitgereisten Anhänger aus Genf, suchten die Servettiens direkt das zweite Tor. LS-Kapitän Dussenne klärte einen Tsunemoto-Pass gefährlich vors Tor. Ndoye kommt einen Schritt zu spät, um das 0:2 zu erzielen. Es war zu dem Zeitpunkt schon die zweite heisse Szene des Senegalesen.
Nach den Schockmomenten drehte das Heimteam langsam auf. Auf dem heimischen Kunstrasen fühlten sich die Waadtländer wohler, als der Kontrahent vom südwestlichen Seezipfel. Dussenne, Sow und Roche verpassten allesamt den Ausgleichstreffer vor dem Pausentee.
Somit retteten die Grenats ihre Führung in die Katakomben.
Nach dem Seitenwechsel hielt Lausanne den Druck aufrecht. Mazikou unterlief nach 55 Minuten beinahe ein folgenschwerer Fehler, als er eine Hereingabe klären wollte. Der Kongolese hatte Glück, dass die Kugel am Tor vorbeisauste. Sein Rückhalt, Joël Mall, wäre geschlagen gewesen. Den Torhüter brauchte es allerdings ein paar Minuten später. Dann hielt Roche aus der Ferne drauf. Ein fieser Aufsetzer stellte Mall vor eine Herausforderung, die er gekonnt löste. Der SFC hielt die Null und kämpfte sich zurück in die Parte. Kutesa setzte, nach einem schönen Dribbling, mit seinem Abschlussversuch noch kein Ausrufezeichen. Dieses kam erst in der Schlussphase. Der aufgerückte Tsunemoto flankte halbhoch zur Mitte, wo Crivelli um Haaresbreite am Ball vorbeifliegt. Die Vorentscheidung liess auf sich warten. Antunes versuchte in der Nachspielzeit als nächstes sein Glück. Der einstige Servette-Junior musste sich aber Castella geschlagen geben. Die Szene war gerade so geklärt, da rollte noch ein Angriff auf das LS-Tor zu. Cognat und Antunes hebelten die gegnerische Defensive mit einem Doppelpass aus. Der Franzose kommt zum Abschluss, wird aber entscheidend gestört. Der Ball kullerte an den Pfosten.
Zum Schluss war es jedoch egal! Servette nimmt die drei Punkte aus Lausanne mit. Durch die schwächelnde Konkurrenz steht man nun, gemeinsam mit dem FC Basel, an der Tabellenspitze. Die "Bebbis" weisen aber ein drastisch besseres Torverhältnis auf. Das verdrängt die punktgleichen Genfer auf den zweiten Rang.
FC Lausanne-Sport – Servette FC 0:1 (0:1)
Stade de la Tuilière : 10'147 Zuschauer
Schiedsrichter : Lionel Tschudi ; Stéphane De Almeida, Venancius Antony
VAR : Nico Gianforte ; Hüseyin Sanli
Tore : 14' Stevanovic (Handspenalty) (0:1)
Servette FC : Mall ; Tsunemoto, Adams, Rouiller, Mazikou ; Cognat, Magnin ; Stevanovic, Kutesa (66' Antunes), Varela (46' Ouattara) ; Ndoye (46' Crivelli)
FC Lausanne-Sport : Castella ; Senaya, Sow, Dussenne, Poaty ; Koindredi (84' Sène), Roche, Sanches ; Okou (75' Balde), Ajdini (75' Oviedo), Diabaté
Verwarnungen : 43' Mazikou, 48' Diabaté, 83' Cognat, 90'+4 Ouattara
Bemerkungen : Servette ohne Ondoua (Krank), Douline, von Moos (Verletzt), Aubert, Besson, Diallo, Dias, Fankhauser, Salihi, Srdanovic (Nicht im Aufgebot), 90'+3 Pfostenschuss von Cognat ; Lausanne ohne de la Fuente (Verletzt), Letica, Ngonzo, Parra, Polster (Nicht im Aufgebot)
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